Im Jahre 1985 fanden sich an der Folkwanghochschule Essen auf Anregung von Wilhelm Bruns einige Studierende der Hornklasse von Prof. Hermann Baumann zusammen, um herauszufinden, ob man nicht gemeinsam den großen Schatz der Literatur für Naturhornensemble zu heben im Stande wäre. Dabei entstand schnell der Wunsch nach einem festen Ensemble und damit die Idee der "Deutschen Naturhornsolisten".

Da keine brauchbarer Einspielungen dieser Musik vorlagen war die Probenarbeit der ersten Jahre mehr ein Experimentieren als wirkliches musikalisches Arbeiten. Ohne Vorbilder galt, die Machbarkeit der Werke auszuloten und das richtige Instrumentarium zu finden. Im Vordergrund stand also in dieser ersten Phase der Zusammenarbeit das Erreichen der konditionellen und technischen Voraussetzungen um Stücke vom Schlage eines Anton Reichas oder Jaques Fr. Gallays überhaupt spielen zu können. Zehn Jahre nach der Gründung und zahlreichen vielversprechenden Auftritten - gemeinsam mit Klavier oder Orgel - musste im Mai 1995 die erste große Hürde genommen werden. Anlass war eine Einladung nach Houston/Texas und es galt, hierfür ein abendfüllendes Programm erstmalig ohne Unterstützung eines Begleitinstrumentes auf die Beine zu stellen. Der zweiteiliger Aufbau mit Kammermusik von Reicha, Richter, Zwierzina oder Schneider im ersten und einem Block aus Jagdmusik im zweiten Teil sollte bereits das zukunftsweisende Konzept sein, welches bis heute den Großteil der Konzerte bestimmt.
 Die Besetzung 1998
 
Was folgte war die Zusammenarbeit mit dem Label MDG aus Detmold. In den Folgejahren wurden für diese kleine Firma viele CDs produziert, alle hoch gelobt von den Kritikern und teilweise mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben wäre hier vielleicht der Echo-Klassik, der für die Produktion der Telemann-Konzerte mit der Neuen Düsseldorfer Hofmusik verliehen wurde. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der ehemaligen Flakhalle in Bad Dürkheim durch Wilhelm Bruns im Jahre 2002, aus dem die Internationale Naturhornakademie erwuchs, erweiterte sich die Besetzung des Ensembles.
Die bis zu neun Mitglieder des Ensembles haben nun in dem klangschönen Saal der Akademie, in dem auch CD-Einspielungen stattfinden, endlich eine Heimat zum Proben und regelmäßigen Konzertieren gefunden. Als nächste CD ist die Einspielung der 36 Trios von Jean-Joseph Kenn geplant.